
Das Dirndl und die Lederhose sind im Ausseerland - Salzkammergut ein Teil des täglichen Lebens.
Es war Erzherzog Johann, der die Tracht im wahrsten Sinne des Wortes salonfähig gemacht hat.
Um 1820 schlüpfte er in den grauen, grün besetzten Lodenrock um so ein Beispiel der Einfachheit zu geben. Dazu trug er die „Lederne“, eine enge wildlederne Kniebundhose und die grünen handgemodelten Stutzen.
Erzherzog Johann legte seinem Großneffen Franz Joseph, dem späteren Kaiser, die Liebe zur Tracht in die Wiege: er schenkte ihm zur Taufe einen Steirerhut. Franz Joseph hielt der Tracht lebenslang die Treue und verbrachte jeden Sommer seines Lebens im Salzkammergut.
Im Ausseerland - Salzkammergut sorgen Traditionsbetriebe wie Stoffdruckereien, Maßschneidereien, Lederhosenmacher und Hutmacher dafür, dass das Echte ins richtige Licht gerückt wird.
Natürlich hat jede Tracht, so auch die der Ausseer, im Laufe der Zeit gewisse Änderungen erfahren – sie ist einfach tragbarer geworden.
Heute ist die Ausseer Frauen-Tracht gekennzeichnet durch einen rosafarbenen Rock, grüner Leib und lila Schürze, die an Feiertagen schwarz sein sollte. Die Herren tragen eine handgenähte Lederhose (die Generationen überdauert), handgemodelte grüne Stutzen und einen grauen oder grünen Spenzer.
Die einheimische Bevölkerung trägt auch noch heute mit Stolz die Tracht in verschiedenen Variationen. Das geschieht nicht um den Gästen Folkloristisches zu bieten, sondern aus der ehrlichen Verbundenheit zur Heimat und weil sie eben wirklich schön ist!